Es gibt sie in jedem Preissegment und sie sind gefühlt seit tausenden von Jahren nie von der Bildfläche verschwunden: Die Rede ist von Reispapierleuchten. Diese sind schon gar nicht mehr aus der Interior-Landschaft wegzudenken. Doch was genau macht die japanische Lichtskulptur so besonders, dass jede*r von uns gefühlt eine oder mehrere Reispapierleuchten in den eigenen vier Wänden hat? Wir haben uns schlaugemacht.
Leseempfehlung: Pucci Girl Summer: Warum dieser Interior-Stil TikTok im Sturm erobert
Reispapierleuchten: Die Geschichte der Ikonen unter den Lampen
Reispapierleuchten sind nicht laut und auch kein Design-Statement. Im Gegenteil: Sie sind eher ein Understatement und überzeugen durch ihre stille Schönheit, welche durch das zarte, federleichte und meistens weiße Papier erzeugt wird. Die Reispapierleuchte hat allerdings trotz dieser zeitlosen Eleganz schon mehr als 1000 Jahre auf dem Buckel!

Die Leuchtskulpturen stammen ursprünglich aus Japan und China. In Ostasien werden diese besonderen Lampen, die dort auch unter den japanischen Name „Andon“ oder „Chōchin“ und dem chinesischen Namen „Dēnglóng“ bekannt sind, schon seit vielen Jahrhunderten aus Washi, einem handgeschöpften Papier aus der Rinde des Maulbeerbaums, gefertigt.
Die Reispapierleuchten wurden damals mit Kerzen oder Öllichtern bestückt und wurden vor allem für religöse oder zeremonielle Zwecke genutzt. Heutzutage sind sie allerdings ein Alltagsobjekt und in den meisten Einrichtungen nicht mehr wegzudenken. Denn das ist das Besondere an Reispapierleuchten: Sie passen in jedes Interior und verleihen diesem einen ganz besonderen, sanften Twist.
Reispapierleuchten: So kamen die beliebten Lichtobjekte zu uns nach Hause
Den Fakt, dass die Reispapierleuchten in jede Einrichtung passen und in gefühlt jedem zweiten Zuhause Einzug gehalten haben, verdanken wir dem japanisch-US-amerikanischen Designer und Bildhauer Isamu Noguchi.
Nachdem dieser 1951 nach Japan reiste und dort die traditionelle Herstellung der Reispapierleuchten beobachtete, entschied er sich, eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben ins Leben zu rufen – und brachte so die Lichtobjekte in die westliche Welt und in das Zuhause vieler. Zwischen 1951 und 1986 entstand in diesem Zusammenhang Noguchis „Akari“-Serie – japanisch für „Licht“, ebenso wie „Leichtigkeit“, wie AD berichtet. Diese umfasst 100 Modelle; über Deckenleuchten bis hin zu Stehleuchten.
Darum lieben wir die Reispapierleuchte im eigenen Interior
Wir haben es schon gesagt: Die Reispapierleuchten sind ein zeitloser Klassiker, welches in jede Einrichtung, egal, welcher Stil diese hat, passt. Doch das ist nicht nur der einzige Grund, warum die japanischen Lichtskulpturen so beliebt sind:
- Die Reispapierleuchten wirken traditionell und modern zugleich, sind dabei zurückhaltend, aber trotzdem auffallend.
- Sie scheinen als Lichtkugel beinahe im Raum zu schweben und geben diesem eine ganz besondere Atmosphäre von Übernatürlichkeit und Fantasie.
- Die Lichtwirkung der Reispapierleuchten ist meistens diffus und dadurch sehr gemütlich, sanft und angenehm.

Unsere Autorin Anika ist Expertin, wenn es darum geht, die neusten Interior-, Putz- und Living-Trends von TikTok, Instagram und Co. in ihren eigenen vier Wänden umzusetzen. Diese Tricks und Tipps gibt sie auf wmn und auch im echten Leben mit viel Liebe zum Detail weiter.

