Abseits der bekannten Kykladen-Hotspots wie Mykonos oder Santorini liegt Tinos – eine Insel, die bislang weitgehend vom Massentourismus verschont geblieben ist. Nur rund 30 Minuten mit der Fähre von Mykonos entfernt, verzaubert sie mit authentischem Charme, ruhigen Dörfern und gilt zugleich als eines der bedeutendsten Pilgerziele Griechenlands. wmn stellt das versteckte Juwel der Ägäis vor.
Auch interessant: Statt Kreta & Co.: Diese Insel gilt noch als Geheimtipp – und ist Heimat einer der gefährdetsten Pferderassen der Welt!
Alles zum Thema „Geheimtipp Griechenland“
Griechenland: Die Künstlerinsel Tinos
Tinos gilt als das spirituelle Herz Griechenlands. Schon von Weitem ist die imposante Wallfahrtskirche Panagia Evangelistria zu sehen, die über der Inselhauptstadt Chora thront. Sie ist eines der wichtigsten Pilgerziele des Landes und zieht jedes Jahr Tausende Gläubige an – sie alle wollen die wundertätige Marienikone verehren. An besonderen Feiertagen kriechen Pilger*innen auf Knien die mit rotem Teppich ausgelegte Rampe bis zur Kirche hinauf – ein ergreifendes Zeugnis tiefer Religiosität.

Doch Tinos ist weit mehr als nur ein Wallfahrtsort. Die Insel ist berühmt für ihre Steinmetzkunst und Bildhauerei. In den kleinen Dörfern, insbesondere in Pyrgos, wird diese Kunst seit Jahrhunderten gepflegt. Weiß getünchte Häuser, filigrane Marmorverzierungen und kunstvoll gestaltete Taubenhäuser prägen das Landschaftsbild.
Tipp: Du willst noch mehr über traumhafte Reiseziele, Orte abseits der Touristenmassen und echte Geheimtipps erfahren? Dann folge uns auf WhatsApp! Du findest uns unter „wmn Reisen“. Hier gehts direkt zum Kanal.
Viel Natur und kulinarische Schätze
Wer Tinos besucht, entdeckt schnell, dass die Insel auch für Naturfans und Genießer*innen ein Paradies ist. Zahlreiche Wanderwege führen durch Terrassenlandschaften, Olivenhaine und duftende Kräuterfelder, vorbei an jahrhundertealten Windmühlen und versteckten Kapellen.

An der Küste locken ruhige Buchten und Strände wie Kolymbithra, Agios Fokas oder Livada, die selbst in der Hochsaison nie überlaufen sind. Doch aufgepasst: Tinos ist nicht das beste Ziel, wenn ein reiner Strandurlaub anvisiert wird, denn auf der Insel ist es fast immer windig.
Und wie sieht es in puncto Kulinarik aus? In den Tavernen der Dörfer kann man viele lokale Spezialitäten probieren – etwa Artischocken, Kapern, frischen Fisch und Ziegenkäse, begleitet von einem Glas Inselwein oder Raki.
Alte Traditionen treffen auf moderne Kunst
Neben der Tradition spielt auf Tinos auch die zeitgenössische Kunst eine große Rolle. Immer mehr Künstler*innen lassen sich hier nieder und eröffnen kleine Ateliers oder Galerien – darunter das Hondrogiannis Marble Art oder das Tinos Arch Studio Art Space. Im Sommer finden regelmäßig Kunstfestivals, Konzerte und Ausstellungen statt, die Besucher*innen aus ganz Griechenland anziehen.

Du magst unsere Themen? Dann lies uns auch bei Google News.
Neugierig geworden? Die Anreise
Tinos ist nur per Fähre erreichbar, meist über Mykonos oder Rafina bei Athen. Die Überfahrt dauert je nach Verbindung zwischen 30 Minuten und 2 Stunden. Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und Oktober, wenn das Klima mild und das Meer angenehm warm ist. Im Frühling blüht die Insel in allen Farben, während der Herbst besonders ruhig und ursprünglich ist.

