Am 19. Oktober 2025 geschah etwas, was eigentlich so niemals hätte passieren dürfen: Kurz vor Museumsöffnung verschafften sich Dieb*innen über einen Lastenaufzug einen Einstieg in den weltberühmten Louvre – und stahlen insgesamt 9 Kronjuwelen aus Napoleons Schmucksammlung im Wert von 88 Millionen Euro. Rund 100 Ermittler*innen versuchen nun die Täter*innen zu finden, und laut Tagesschau wurden am 26. Oktober auch schon zwei Verdächtige festgenommen.
Die Frage: Werden die Juwelen je wieder auftauchen? Oder sind sie von den Dieb*innen schon längst zu barem Geld gemacht worden? Es wäre tatsächlich nicht das erste Mal, dass Diebesgut aus Museen entwendet wurde und wieder aufgetaucht ist. Wir tauchen in die Vergangenheit ein und präsentieren dir 5 spektakuläre Kunstdiebstähle, bei welchen das Diebesgut wieder zurück an seinen rechtmäßigen Ort fand.
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1. Der Diebstahl der „Mona Lisa“ im Jahr 1911
Kaum zu glauben, aber das weltberühmte Gemälde der „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci wurde schon einmal gestohlen – im August 1911. Man fand lediglich das Sicherheitsglas und den Rahmen in einem schmalen Treppenaufgang des Museums. Allerdings blieb das Gemälde in Paris.

2 Jahre später, am 04. Januar 1914, fand man das Gemälde wieder – durch einen Zufall. Der Dieb namens Vincenzo Peruggia hatte versucht, das Bild für 500.000 Lire an den Antiquitätenhändler Alfredo Geri zu verkaufen. Der befand sich aber, wie der Zufall es so wollte, an diesem Tag in Begleitung des Direktors der Uffizien M. Poggi. Die Experten bemerkten sofort, dass es sich hier um das gestohlene Gemälde handelte und informierten die Polizei.
2. Der Diebstahl eines zerschnittenen Caravaggio im Jahr 1984
Caravaggios Gemälde „Der heilige Hieronymus schreibt“ wurde im Dezember 1984 Gegenstand eines spektakulären Kunstdiebstahls. Das Werk hing in der St. John’s Co-Cathedral in Valletta auf Malta. Um sich Zugang zum Gemälde zu verschaffen, verkleideten sich die Diebe als Bauarbeiter, spannten vor einem Balkon der Kathedrale eine große Plane auf – und schnitten so ungesehen das Gemälde aus dem Rahmen.

2 Jahre nach dem Raub wandten sich die Diebe an den Priester Marius Zerafa, der den Museen von Malta vorstand. Die Täter erpressten den Priester und forderten ein Lösegeld von 500.000 maltesischen Lira für das geklaute Werk. Den Dieben dauerte die Verhandlung zu lang, sodass sie irgendwann begannen, Teile des zerschnittenen Gemäldes an den Priester zu schicken. Nach eigenen Nachforschungen und durch die Hilfe eines Privatdetektivs kam Marius Zerafa den Dieben auf die Schliche und meldete alles der Polizei.
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3. Der Diebstahl eines Caspar David Friedrichs-Gemäldes von der jugoslawischen Mafia
Auch in Deutschland gab es schon einige spektakuläre Kunstdiebstähle. Einer davon drehte sich um ein Gemälde des bekannten Künstlers Caspar David Friedrich. Das Gemälde „Nebelschwaden“ wurde in einer Nacht im Juli 1994 aus der Kunsthalle Hamburg gestohlen – zusammen mit zwei Gemälden von William Turner.

Die Diebe wurden zwar schnell gefasst, weigerten sich aber zu verraten, wo das Kunstwerk aufbewahrt wurde und wer den Raub beauftragt hatte. Verdeckte Ermittlungen der deutschen Polizei ergaben allerdings, dass der Auftraggeber scheinbar zur jugoslawischen Mafia gehörte. Die „Operation Cobalt“ verhandelte mit der Mafia und erzielten eine Rückgabe der beiden Turner-Bilder zwischen 2000 und 2002.
Doch wo war das Gemälde von Caspar David Friedrich? Erst nach langen Verhandlungen wurde das Werk, für welches die Diebe 1,5 Millionen Euro gefordert hatten, 2003 gegen eine Zahlung von 250.000 Euro zurückgegeben.

Unsere Autorin Anika ist Expertin, wenn es darum geht, die neusten Interior-, Putz- und Living-Trends von TikTok, Instagram und Co. in ihren eigenen vier Wänden umzusetzen. Diese Tricks und Tipps gibt sie auf wmn und auch im echten Leben mit viel Liebe zum Detail weiter.

