Second-Hand-Kleidung erfreut sich seit ein paar Jahren an zunehmender Beliebtheit, sei es aus ökologischen, ökonomischen oder sozialen Gründen. Wer sich für Second-Hand-Kleidung entscheidet, sollte diese auf jeden Fall vor dem ersten Tragen waschen. Warum? Das erfährst du im folgenden Artikel.
Muss man Vintage Kleidung vor dem Tragen waschen?
Du hast dir einen Pullover in einem Second-Hand-Shop gekauft und möchtest diesen sofort tragen? Hier erfährst du, warum du das am besten nicht machen solltest.
1. Hygiene
Second-Hand-Kleidung wurde logischerweise zuvor von anderen Menschen getragen, weswegen es unerlässlich ist, die Kleidungsstücke zu waschen. So stellst du sicher, dass du sie von Schmutz, Bakterien, Schweiß oder anderen Verunreinigungen befreist, die sich während des vorherigen Tragens ansammeln können.
2. Allergene und Reizstoffe
Manche Menschen können empfindlich auf bestimmte Stoffe oder Rückstände reagieren, die sich auf Second-Hand-Kleidung befinden könnten. Durch das Waschen werden diese potenziell allergieauslösende Substanzen natürlich entfernt, was allergische Reaktionen und Ausschläge somit minimieren kann.
3. Schädlingsbekämpfung
Momentan sind sie in aller Munde: Bettwanzen. Denn Kleidung, die längere Zeit ungetragen war oder in schlecht gelüfteten Räumen gelagert wurde, könnte von Schädlingen, wie beispielsweise auch Bettwanzen, befallen sein. Durch das Waschen bei mindestens 50 Grad beseitigst du mögliche Schädlinge und die Kleidung ist in null Komma nichts hygienischer.
4. Vorbeugung gegen Krankheiten
Unbehandelte Kleidung kann Krankheitserreger wie beispielsweise Pilze oder andere Infektionen übertragen. Durch das Waschen von Second-Hand-Kleidung minimierst du das Risiko, solche Krankheiten zu bekommen.
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Generell sollte man neue Kleidung immer waschen …
… egal, ob Second-Hand oder nicht! Farbstoffe und Chemikalien sind nämlich nicht die einzigen mögliche Problem bei neuer und Second-Hand-Kleidung. Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass andere Kund:innen deine Artikel zuvor anprobiert haben – entweder im Geschäft oder Zuhause. Oder, dass sie von Personen in Fertigungsanlagen, Lagern oder stationären Geschäften behandelt wurden.
Wenn jemand die Kleidung berührt, kann sie Krankheitserreger wie Staphylokokken, Norovirus und sogar Fäkalien übertragen. Dr. Philip Tierno, klinischer Professor für Mikrobiologie und Pathologie an der Grossman School of Medicine der New York University, erklärt gegenüber SELF: „Menschen hinterlassen Mikroorganismen auf allem, was sie berühren, sei es eine Arbeitsplatte oder Kleidung.“
Natürlich hängt dies auch von der Kleidung ab. Auf einer Winterjacke findet man wahrscheinlich weniger Bakterien, als auf Unterwäsche oder Badeanzügen. Dies liegt daran, dass man diese Kleidungsstücke näher an intimen Körperpartien trägt. Unterhosen, Bikinis und Badeanzüge sollte man demnach immer waschen, bevor man sie trägt!