Knallhartes Aus bei Rossmann: Die Drogeriekette verbannt ihre Gesundheitslinie „Gesundheit Plus“ aus dem Sortiment. Seit 2009 konnten Kund:innen hier zu günstigen Preisen Präparate kaufen, die sonst nur in der Apotheke zu finden waren – darunter bekannte Produkte wie Baldriparan, Vitasprint oder Femibion.
Doch damit ist jetzt Schluss. Statt einer eigenen Regalfläche verschwinden die Artikel künftig ins Standard-Sortiment. Orientierung sollen nur noch farblich markierte Schilder im Gesundheitsregal bieten. Für viele Stammkund*innen ist die Neuausrichtung eine herbe Überraschung. Beauty-Fans könnten von davon aber sogar profitieren.
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Rossmann schlägt einen neuen Weg ein
Während Wettbewerber wie dm und Müller ihr Apotheken- und Gesundheitsangebot weiter ausbauen, rudert Rossmann zurück. Die „Gesundheit Plus“-Produkte bleiben zwar im Sortiment, werden aber nicht mehr groß beworben. Ein Sprecher erklärte gegenüber apotheke adhoc, dass die Linie schlicht in das normale Layout integriert werde.
Damit endet ein wichtiges Kapitel für Rossmann: Vor 16 Jahren startete die Marke mit dem Versprechen, Apothekenqualität zum Drogeriepreis anzubieten. Sogar eine Kooperation mit DocMorris gab es zeitweise. Jetzt folgt die komplette Kehrtwende.

Millionen fließen in eine neue Ausrichtung
Rossmann setzt 2025 auf Investitionen im großen Stil: 286 Millionen Euro will die Kette in Deutschland ausgeben, allein 113 Millionen Euro in die Modernisierung der Filialen. Die klare Botschaft: Gesundheit ist nicht mehr der Star im Sortiment.
Stattdessen rücken künftig andere Kategorien ins Rampenlicht – darunter Kosmetik, Düfte, Biokost, Baby & Kind sowie die Ideenwelt. Genau in diesen Bereichen möchte Rossmann Kund*innen künftig mit einem noch moderneren Shopping-Erlebnis locken.
Beauty statt Baldrian – Rossmanns neue Strategie
Für Gesundheits-Fans ist der Schritt sicher bitter, doch wer Make-up und Düfte liebt, darf sich freuen. Rossmann macht Platz im Regal – und damit Raum für ein noch größeres Sortiment rund um Beauty, Hautpflege und Parfum.
Die Umstellung könnte sich also schnell bezahlt machen: Wo früher Tabletten und Vitamine standen, könnten schon bald die neuesten Beauty-Highlights auf Kund*innen warten. Für alle, die beim Drogerie-Bummel am liebsten im Make-up-Regal stöbern, ist das eine ziemlich gute Nachricht.

