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Rente aufbessern: Viele Deutsche nutzen diese einfache Möglichkeit

Vielen droht im Alter eine niedrige Rente. Damit diese etwas höher ausfällt, nutzen immer mehr Deutsche eine einfache Möglichkeit, um diese aufzubessern.

Unter einem Rentenbescheid liegen drei 50-Euro-Scheine.
u00a9 IMAGO/Lobeca

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Sorgenfrei alt werden – das wollen wir doch alle. Damit dieser Wunsch auch in Erfüllung geht, braucht man eine gute Rente. Doch die bekommt leider nicht jede:r von uns. Damit das Geld im Alter ausreicht, tätigen immer mehr Deutsche freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung. Wer mit dieser Methode seine Rente aufbessern kann und für wen sich dies eignet, erfährst du hier.

Rente aufbessern: Freiwillige Rentenbeiträge werden immer beliebter

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Menschen freiwillige Rentenbeiträge gezahlt. Die Summe belief sich im Jahr 2017 auf 207 Millionen Euro und stieg in den folgenden Jahren kontinuierlich an. Laut einer Anfrage der Linken beim Bundesarbeitsministerium betrugen die vorläufigen Werte für 2023 896 Millionen Euro.

Wer kann freiwillige Rentenbeiträge leisten?

Gemäß der Deutschen Rentenversicherung (DRV) haben alle Personen, die in Deutschland leben, die nicht pflichtversichert sind und mindestens 16 Jahre alt sind, die Möglichkeit, freiwillige Beiträge zu leisten. Hierzu gehören beispielsweise Selbstständige. 

Aber auch deutsche Staatsbürger:innen, die im Ausland wohnen, sowie Rentner:innen, die eine vorgezogene Altersvollrente beziehen, können bis zum Erreichen des regulären Rentenalters freiwillige Beiträge einzahlen, um ihre Rente weiter zu erhöhen.

Die meisten Pflichtversicherten können in der Regel keine freiwilligen Zusatzbeiträge leisten. Eine Ausnahme besteht jedoch für Arbeitnehmende ab dem 50. Lebensjahr: Sie dürfen freiwillige Ausgleichszahlungen leisten, um zukünftige Rentenabschläge bei einem vorgezogenen Renteneintritt zu kompensieren. Darauf weist der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) hin.

Freiwillige Rentenbeiträge: Wie stark erhöhen sie die Rente?

Wer eine nachträgliche Zahlung für das Jahr 2023 leisten möchte (was bis Anfang April möglich war), kann einen monatlichen Beitrag zwischen 100,07 Euro und 1.357,80 Euro wählen. Allerdings hat eine späte Einzahlung einen Nachteil: Laut DRV hat sich der für 2023 zu zahlende Betrag zum Jahresbeginn 2024 um etwa vier Prozent erhöht. Wer die Frist Anfang April für das Jahr 2023 verpasst hat, kann leider erst für das Jahr 2024 freiwillige Rentenbeiträge zahlen.

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Um herauszufinden, wie viel zusätzliche Rente im individuellen Fall zu erwarten ist, kann man einen Online-Rechner auf der Webseite Ihre-vorsorge.de nutzen. Darüber hinaus bietet die Deutsche Rentenversicherung kostenlose Beratung über das Servicetelefon unter 0800/10 00 48 00 an.

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Diese weiteren Vorteile haben freiwillige Rentenbeiträge

Wer freiwillige Rentenbeiträge zahlt, genießt aber noch weitere Vorteile. So erhöhen die zusätzlichen Zahlungen nicht nur die Rente, sondern unterstützen auch dabei, die Wartezeit für eine Altersrente zu erfüllen oder die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für Rehabilitationsleistungen zu erreichen. Personen, die nicht ausreichend Beitragszeiten vorweisen können, haben zudem die Möglichkeit, durch freiwillige Rentenbeiträge Lücken im Versicherungskonto zu schließen.

Quellen: Deutsche Rentenversicherung, MDR und Handelsblatt