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Junge nach Schulausflug fast blind: „Konnte nicht mehr aufhören, zu weinen“ – Schuld ist dieses Tier

Mit einer Augenentzündung und starken Atemproblemen kamen 13 Schulkinder ins Krankenhaus. Sie hatten Kontakt mit einem giftigen Tier.

Eichenprozessionsspinner und Kind, das weint
u00a9 Africa Studio - stock.adobe.com, GettyImages/Robert vt Hoenderdaal via canva.com [M]

Das sind die gefährlichsten Tiere der Welt

Löwen, Hyänen und Feuerquallen möchte man in der freien Wildbahn nicht gerne über den Weg laufen. Es gibt aber noch gefährlichere Tiere:

Damit hatte niemand gerechnet: Für mehrere Kinder endete ein fröhlicher Schulausflug im Krankenhaus. Ein kleiner Junge konnte sogar plötzlich nichts mehr sehen. Zwischen Panik und Ratlosigkeit fragen sich die Betroffenen – was ist bloß mit den Kindern geschehen? Schuld soll ein giftiges Tier gewesen sein.

Wandertag endet im Krankenhaus

In Pratteln ereignete sich ein tierisches Drama, welches nicht nur die Schweiz in Atem hält. Auch hierzulande sorgt der neunjährige Junge, der nach einem Schulausflug plötzlich erblindete, für Schlagzeilen. Wie TAG24 berichtet, waren insgesamt 13 Kinder von dem Wandertag mit ihrer Klasse nicht nach Hause gekommen. Ihre Eltern mussten sie aus dem Krankenhaus abholen.

Neunjähriger erleidet allergische Reaktion

Der Grund für den Krankenhausaufenthalt ist so banal, wie auch schrecklich. Während der Wanderung sind die Kinder mit dem Eichenprozessionsspinner in Kontakt geraten. Noah Amaral, der gerade einmal neun Jahre alt ist, erlitt eine heftige allergische Reaktion.

Von einem auf den anderen Moment verlor er sein Augenlicht. Wie schlimm dieser Moment war, schilderte die Mutter des Jungen gegenüber der Schweizer Tageszeitung Blick:

„Er konnte auf einmal nichts mehr sehen, es juckte ihn stark. Seine Augen waren derart entzündet, dass er nicht aufhören konnte, zu weinen.“

Noahs Mutter im Interview mit Blick

Weitere Mitschüler:innen hatten mit schwerer Atemnot zu kämpfen. Per Helikopter wurden sie in eine Klinik geflogen.

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Eichenprozessionsspinner löst bei den Kindern schwere Reaktionen aus

Tatsächlich soll der tierische Übeltäter ein Eichenprozessionsspinner gewesen sein. Die Härchen dieser kleinen Raupe sind giftig und führen bei Kontakt zu Reizungen der Schleimhäute sowie starken Atembeschwerden. Im schlimmsten Fall kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen.

Vermutlich seien die Kinder mit dem Insekt in Berührung gekommen, was zu den heftigen Symptomen geführt habe. Der neunjährige Noah durfte mittlerweile das Krankenhaus verlassen. Seine Augenentzündung ist zurückgegangen, sodass er wieder sehen kann. Der Schock sitzt jedoch noch tief. Wie es den anderen Mitschüler:innen geht, ist bislang nicht bekannt.

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Sofortmaßnahmen: Das kannst du tun

Um dich und deine Kinder vor dem Eichenprozessionsspinner zu schützen, solltest du gekennzeichnete Bäume und Gebiete meiden. Bist du doch mit dem Tier in Kontakt gekommen, halte dich an die folgenden Tipps:

  • Kleidung wechseln: Bist du mit den Härchen in Berührung gekommen, dusche gründlich und wechsle deine Klamotten.
  • Haut reinigen und föhnen: Die betroffenen Stellen kannst du mit Wasser und Seife vorsichtig reinigen und anschließend trocken föhnen.
  • Arztbesuch bei schweren Symptomen: Treten auch bei dir stärkere Symptome auf, suche einen Arzt oder eine Ärztin auf.