Kaum ein Name steht so sehr für zeitlose Eleganz wie Giorgio Armani. Mehr als fünf Jahrzehnten prägte der italienische Modeschöpfer die internationale Fashion-Szene – mit scharfen Schnitten, unverwechselbarer Eleganz und Momenten, die Modegeschichte geschrieben haben. Von Hollywoods Leinwand über die Oscars bis hin zu royalen Hochzeiten: Armani hatte die Art und Weise, wie wir Mode verstehen, revolutioniert. Ein Rückblick in Bildern zeigt, warum sein Lebenswerk auch nach seinem Tod immer noch einzigartig ist.
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Giorgio Armani: Sein großer Durchbruch in Hollywood
Im Jahr 1980 feiert Giorgio Armani seinen internationalen Durchbruch. Schauspieler Richard Gere trägt in dem Film American Gigolo maßgeschneiderte Anzüge des Designers – ein Auftritt, der nicht nur den Film, sondern auch Armani selbst unsterblich macht. Ab diesem Moment gilt Armani als Inbegriff stilvoller Herrenmode, die gleichermaßen selbstbewusst wie modern wirkt.
Sein Talent für Schneiderkunst bleibt nicht unbemerkt. Hollywoodstars und Musiker:innen greifen fortan zu Armani-Looks für Filme, Auftritte und Premieren. Von diesem Augenblick an ist klar: Giorgio Armani hat die Weltbühne erobert.

Julia Roberts und die Revolution am Red Carpet
1990 sorgt Armani für einen modischen Paukenschlag. Julia Roberts erscheint bei den Golden Globes nicht im klassischen Abendkleid, sondern in einem grauen Herrenanzug mit Krawatte – selbstverständlich von Armani. Dieser mutige Auftritt wird als revolutionär gefeiert und zeigt, dass Weiblichkeit nicht an Kleider gebunden ist.
Bis heute zählt Julia Roberts diesen Look zu ihren persönlichen Favoriten. Armani beweist damit, dass seine Entwürfe nicht nur schön, sondern auch ein Statement sind – für Individualität, Selbstbewusstsein und Stärke.

Mode als Kunst: Ausstellung im Guggenheim
Ein weiteres Kapitel Modegeschichte schreibt Giorgio Armani im Jahr 2000. Im Guggenheim Museum New York eröffnet eine von Harold Koda kuratierte Ausstellung, die sich monatelang als die meistbesuchte Modepräsentation erweist. Damit erhält Mode endgültig den Status einer Kunstform – ein Meilenstein, den Armani mit seiner unverwechselbaren Handschrift geprägt hat.
Für Armani selbst ist diese Ausstellung mehr als nur eine Würdigung seines Werks. Sie ist ein kulturelles Statement: Mode ist nicht nur zum Tragen da, sondern ein Ausdruck von Kunst, Identität und gesellschaftlichem Wandel.

Extravaganz mit Lady Gaga
2010 liefert Armani einen der denkwürdigsten Red-Carpet-Momente: Lady Gaga erscheint in einem seiner spektakulären Designs und sorgt für weltweite Schlagzeilen. Ihr Look unterstreicht die Vielseitigkeit von Armanis Schaffen – von schlichter Eleganz bis hin zu mutiger Extravaganz.
Die Zusammenarbeit geht noch weiter: Für Lady Gagas „Born This Way Ball“-Tour entwirft Armani mehrere auffällige Bühnenoutfits. Damit beweist er einmal mehr, dass seine Kreationen nicht nur auf roten Teppichen glänzen, sondern auch auf den größten Bühnen der Welt.

Royaler Glamour: Brautkleider für Fürstin Charlène und Beatrice Borromeo
2011 erreicht Armani einen weiteren Höhepunkt: Er entwirft das Brautkleid für Fürstin Charlène von Monaco. Das schulterfreie Kleid, bestickt mit rund 40.000 Swarovski-Steinen und 20.000 Perlen, wird in über 2.000 Stunden Handarbeit gefertigt. Es gilt bis heute als eines der aufwendigsten royalen Brautkleider aller Zeiten.
Auch die Hochzeit von Pierre Casiraghi und Beatrice Borromeo im Jahr 2015 trägt Armanis Handschrift. Gleich zwei Kleider kreiert er für die Braut – darunter ein märchenhaftes Tüllkleid mit langer Schleppe für die abendlichen Feierlichkeiten. Damit festigt Armani seinen Ruf als Designer der Royals.

Armani und die Oscars: Ein unverzichtbarer Name
Kaum ein anderes Event ist so eng mit Giorgio Armani verbunden wie die Academy Awards. Über 500 Frauen sollen in den letzten 30 Jahren seine Kreationen auf dem roten Teppich getragen haben – darunter Hollywood-Größen wie Cate Blanchett. Das Fachportal Women’s Wear Daily bezeichnete die Oscars sogar als „The Armani Awards“.
Das Erfolgsrezept? Eleganz ohne Exzentrik. Armanis Looks sind stilvoll, zeitlos und schmeicheln jeder Trägerin, ohne dass sie im Kleid verschwindet. Kein Wunder also, dass der Designer zum Synonym für den roten Teppich geworden ist.

Der letzte Laufsteg: Ein Erbe für die Ewigkeit
Im März 2025 verabschiedet sich Giorgio Armani offiziell von der Bühne der Modewelt. 50 Jahre nach seinem Debüt betritt er zum letzten Mal den Laufsteg – ein emotionaler Moment für alle, die ihn und sein Werk über Jahrzehnte begleitet haben.
Sein Erbe lebt weiter: in den Herzen der Modebegeisterten, in den Entwürfen unzähliger Designer:innen, die von ihm inspiriert wurden, und in den unvergesslichen Bildern, die seinen Weg dokumentieren. Giorgio Armani hat Mode nicht nur gestaltet – er hat sie neu definiert.


