Auf den Kanaren herrscht oft großer Andrang. Wer hingegen Ruhe sucht, sollte diese portugiesische Insel ins Auge fassen.
Die Kanaren zählen seit Jahren zu Europas beliebtesten Reisezielen – dank mildem Klima, spektakulären Vulkanlandschaften und guter Infrastruktur. Doch der Andrang hat Schattenseiten: volle Strände, steigende Preise und kaum Ruheoasen. Wer eine ähnlich faszinierende, aber deutlich entspanntere Alternative sucht, sollte Madeira ins Auge fassen. Die portugiesische Insel begeistert mit wilder Natur, angenehmem Wetter und weniger Touristen. Aber lohnt sich ein Backpacking-Trip wirklich? Hier die wichtigsten Fakten. Credit: proslgn – stock.adobe.comBeide Inselgruppen sind vulkanischen Ursprungs, doch im Klima unterscheiden sie sich deutlich. Madeira lockt das ganze Jahr über mit milden Temperaturen und üppiger Vegetation, die durch regelmäßige Regenfälle – vor allem im Winter – gedeiht. Dichte Lorbeerwälder, imposante Steilküsten und ein weit verzweigtes Netz an Wanderwegen entlang der berühmten Levadas machen die Insel zum Paradies für Naturfans. Credit: dianamower – stock.adobe.comDie Kanarischen Inseln bestechen durch ihre karge, fast surreale Landschaft. Lanzarote beeindruckt mit endlosen Lavafeldern und bizarren Felsformationen, Fuerteventura erinnert mit weiten Dünen an die Sahara, und auf Teneriffa prägen vulkanische Hochebenen das raue, fast außerirdische Bild der Insel. Dennoch gibt es immer wieder grüne Wälder und lange Sandstrände, die das Landschaftsbild auflockern und bereichern. Credit: Rulan/AdobeWährend die Kanarischen Inseln jährlich über 16 Millionen Gäste begrüßen, zählt Madeira nur rund 2 Millionen Besucher*innen – wobei zu beachten ist, dass die Kanaren aus mehreren Inseln bestehen, Madeira hingegen nur eine ist. Dennoch kommt auf dem „Hawaii Europas“ keine Langeweile auf: In der Hauptstadt pulsiert das Leben mit Cafés, Märkten und kulturellen Highlights, während abseits des Trubels unberührte Wanderwege und versteckte Aussichtspunkte zum Entdecken einladen. Credit: Tomekbudujedomek/GettyImagesUnd wie sieht es in puncto Flüge aus? Beide Ziele sind gut erreichbar, doch die Kanaren punkten mit besseren Flugverbindungen: Direktflüge gibt es von vielen deutschen Städten, nach Madeira muss man häufig über Lissabon umsteigen – wobei die Zahl der Direktverbindungen, besonders in der Hochsaison, steigt. Auch die touristische Infrastruktur ist auf beiden Inseln gut ausgebaut. Die Kanaren setzen stärker auf Massentourismus, Madeira hingegen auf kleinere Unterkünfte und Boutique-Hotels. Große All-inclusive-Anlagen, wie man sie von den Kanaren kennt, gibt es hier selten, dafür sind die oft von Einheimischen geführten Häuser meist günstiger. Credit: Eva/AdobeWelche Insel ist für wen am besten geeignet? Madeira beeindruckt mit wilder Natur, spektakulären Naturschwimmbecken und glasklaren Buchten – ideal für alle, die unberührte Küsten und natürliche Meerespools lieben. Die Kanaren hingegen punkten mit langen Sandstränden, besonders auf Fuerteventura und Gran Canaria, und sind damit perfekt für Badeurlaube. Vor allem Natur- und Wanderfans kommen auf Madeira auf ihre Kosten: Die Levadas führen durch dichte Wälder, tiefe Schluchten und zu beeindruckenden Wasserfällen. Wer die Natur liebt und aktiv unterwegs sein möchte, wird die Insel lieben. Credit: marcin jucha – stock.adobe.com