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Rente im Ausland: In dieses Land fließen die höchsten Rentenzahlungen

Viele Rentner*innen verwirklichen ihren Traum vom Ruhestand im Ausland. Wohin die höchsten Rentenzahlungen fließen, zeigen nur neue Daten.

Weitwinkelaufnahme eines lächelnden Seniorenpaares, das während seines Urlaubs in Marokko auf der Dachterrasse eines Resorts entspannt.
© Getty Images/Thomas Barwick

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Viele Deutsche träumen vom Ruhestand unter südlicher Sonne – doch wie viel Rente bleibt im Ausland wirklich übrig? Eine aktuelle Auswertung zeigt: Die Zahlungen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) an Rentner*innen im Ausland variieren stark. Wir geben dir einen Überblick über die genauen Zahlen.

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Rente: Immer mehr Geld wird ins Ausland überwiesen

Immer mehr Ruheständler*innen verbringen ihren Lebensabend jenseits der deutschen Grenzen. So wurden 2024 knapp 245.000 Renten an Deutsche im Ausland überwiesen. Zum Vergleich: 2016 waren es noch rund 214.000, wie das Portal ihre-vorsorge.de unter Berufung auf die Deutsche Rentenversicherung berichtet. Gründe dafür sind vor allem niedrigere Lebenshaltungskosten, angenehmeres Klima und Rückkehrer, die früher als Gastarbeiter*innen nach Deutschland kamen.

Rente im Ausland: Wer geht, bekommt meist weniger Geld

2024 überwies die Deutsche Rentenversicherung (DRV) rund 1,7 Millionen Renten ins Ausland, auch an ausländische Staatsangehörige, die einst in Deutschland gearbeitet haben. Im Schnitt bekamen die Empfänger*innen nur 445 Euro im Monat – weit weniger als die durchschnittliche Rente in Deutschland mit 1.202 Euro.

Dabei gingen laut der Deutschen Rentenversicherung besonders viele Zahlungen nach Italien, in das ehemalige Jugoslawien, nach Spanien, Griechenland und in die Türkei. Dort liegen die Renten deutlich unter dem deutschen Niveau: etwa 300 Euro in Italien, 421 Euro in Spanien und 500 Euro in Griechenland.

Beliebte Auslandsziele deutscher Rentner*innen

Deutsche Ruheständler*innen, die dauerhaft ins Ausland ziehen, bevorzugen laut früheren Angaben der Deutschen Rentenversicherung vor allem die Nachbarländer: An der Spitze stehen Österreich (128.219 Renten), gefolgt von der Schweiz (61.569) und den USA (60.254).

Besonders auffällig sind die Unterschiede bei der Höhe der Rentenzahlungen in verschiedenen Ländern: In Thailand erhielten 2024 knapp 6.000 Rentner*innen durchschnittlich 1.221 Euro, auf den Philippinen lagen die durchschnittlichen Zahlungen von rund 1.800 Rentnern bei 998 Euro. Damit liegen diese Renten deutlich über dem Durchschnitt, während die Lebenshaltungskosten vergleichsweise niedrig sind.

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DRV warnt vor verzerrten Durchschnittswerten im Ausland

Die Deutsche Rentenversicherung betont, dass besonders hohe Durchschnittsrenten in exotischen Ländern oft durch einzelne Fälle entstehen. So erhielten 2020 Deutsche in Mikronesien im Schnitt 1.533 Euro und in Palau 1.336 Euro – allerdings bei weniger als fünf Empfänger*innen. Solche Ausreißer verzerren das Gesamtbild erheblich. Am anderen Ende der Skala liegt der Kosovo, wo die bereinigte DRV-Statistik nur 232 Euro pro Rentner ausweist. Damit wird deutlich, wie stark die Rentenhöhen im Ausland variieren können.

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