Negativer Flurfunk ist in vielen Unternehmen ein Problem: Gerüchte, Halbwahrheiten und Spekulationen verbreiten sich schnell und können das Arbeitsklima erheblich belasten. Doch wie sollte man als Mitarbeiter:in oder Führungskraft damit umgehen? 5 Tipps, um negativen Flurfunk zu erkennen, ihm entgegenzuwirken und eine offene, positive Kommunikation zu fördern.
Die Gefahr von Gerüchten am Arbeitsplatz
Gerüchte haben oft weitreichende Auswirkungen. Sie können nicht nur das Vertrauen unter Kolleg:innen und gegenüber Vorgesetzten untergraben, sondern auch Missverständnisse und Konflikte hervorrufen. Besonders problematisch wird es, wenn Fehlinformationen zu Unsicherheiten führen oder sogar die Arbeitsleistung beeinträchtigen.
Lesetipp: Mit Bauschmerzen zur Arbeit gehen: Drei Anzeichen für ein toxisches Arbeitsumfeld
Dabei entstehen Gerüchte oft aus Unsicherheit, mangelnder Transparenz oder persönlichen Konflikten. Mitarbeitende tauschen sich aus, um Informationslücken zu füllen oder sich Gehör zu verschaffen. Oft sind es auch Missverständnisse oder subjektive Wahrnehmungen, die zum Entstehen von Flurfunk beitragen.
So gehst du mit negativem Flurfunk am besten um:
Negativen Flurfunk gibt es in vielen Unternehmen und kann das Arbeitsklima stark belasten. Wie du mit ihm am besten umgehst, erklären wir dir im Folgenden:
1. Ruhig bleiben und nicht mitmachen
Der erste Schritt im Umgang mit negativem Flurfunk ist, sich nicht aktiv daran zu beteiligen. Wer sich bewusst aus Gerüchteküchen heraushält, verhindert, dass sich Spekulationen weiterverbreiten. Stattdessen sollte man bewusst auf belegbare Informationen setzen und keine unbestätigten Aussagen weitertragen.
2. Negativer Flurfunk: Aktiv nachfragen und verifizieren
Wenn ein Gerücht die Runde macht, ist es ratsam, sich direkt bei der betroffenen Person oder der zuständigen Führungskraft zu erkundigen. So lassen sich Missverständnisse schnell aufklären, bevor sie Schaden anrichten. Wer aktiv nachfragt, zeigt auch, dass er an sachlicher und transparenter Kommunikation interessiert ist.

3. Positives Verhalten vorleben
Jeder kann aktiv dazu beitragen, eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Wer selbst respektvoll und konstruktiv kommuniziert, setzt ein Zeichen und kann damit einen positiven Einfluss auf das Team nehmen. Auch kleine Gesten wie ehrliches Lob und wertschätzendes Feedback helfen, ein gutes Arbeitsklima zu fördern.
Du magst unsere Themen? Dann lies uns auch bei Google News.
4. Negativer Flurfunk: Bei hartnäckigen Gerüchten handeln
Sollten sich hartnäckige und schädliche Gerüchte verbreiten, kann es sinnvoll sein, das Thema offen anzusprechen. Führungskräfte sollten bei Bedarf gezielt auf Fehlinformationen eingehen und für Klarheit sorgen. In extremen Fällen kann auch das Einschalten der Personalabteilung oder eines Mediators hilfreich sein.
5. Eine offene Unternehmenskultur fördern
Unternehmen können durch eine offene und ehrliche Kommunikation dazu beitragen, dass sich Gerüchte gar nicht erst ausbreiten. Regelmäßige Meetings, transparente Entscheidungen und ein offener Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden sind entscheidend, um Unsicherheiten zu vermeiden und Vertrauen zu stärken.

Weniger Flurfunk, mehr Teamgeist
Negativer Flurfunk kann das Arbeitsklima stark belasten, doch mit der richtigen Herangehensweise lässt sich dies verhindern. Eine offene Kommunikation, ein respektvoller Umgang miteinander und das gezielte Vermeiden von Spekulationen tragen entscheidend dazu bei, das Arbeitsumfeld zu verbessern. Wenn Informationen direkt und ehrlich geteilt werden, anstatt sich durch Gerüchte und indirekte Wege zu verbreiten, profitieren alle Mitarbeitenden von einer angenehmeren Atmosphäre.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau und Handelsblatt