Auf TikTok, Instagram und Co. tauchen jeden Tag neue Lifehacks auf, die das Leben vereinfachen oder sogar noch besser machen sollen. Der neueste Garten-Trend auf Social Media feiert einen Schädlingsbekämpfer, den die meisten von uns vielleicht sogar schon zu Hause haben. Die Rede ist von ätherischen Ölen. Diese sollen sicher und eine effektive Alternative zu den aggressiven Pestiziden sein. Die Frage, die nun bleibt: Funktionieren ätherische Öle wirklich im Kampf gegen Ameisen, Spinnen und Co.? Wir haben die Antworten.
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Ätherische Öle gegen Ungeziefer: Was steckt dahinter?
Die Antwort, ob ätherische Öle wirklich gute Schädlingsbekämpfer sind, ist leider nicht so einfach. An sich ist es natürlich ein guter Ansatz, nach Alternativen zu suchen, die nicht so schädlich und aggressiv wie viele andere Pestizide sind und dabei auch noch die Umwelt belasten. Um zu verstehen, was ätherische Öle können und nicht können, müssen wir allerdings beim Urschleim anfangen.

Und zwar bei der Frage: Was sind ätherische Öle überhaupt? Es gibt sie in den unterschiedlichsten Varianten, mit den verschiedensten Inhaltsstoffen. Doch im Allgemeinen sind ätherische Öle konzentrierte Extrakte aus Mischungen flüchtiger Verbindungen von Pflanzen. Diese flüchtigen Verbindungen verdunsten leicht, weshalb ätherische Öle vor allem in den eigenen vier Wänden als Raumduft genutzt werden.
Während die ätherischen Öle natürlich hervorragend riechen und für ein besseres Raumgefühl sorgen, sind sie allerdings nicht für ihr Durchhaltvermögen bekannt. Immerhin handelt es sich hier um „flüchtige Verbindungen“ – und die verflüchten sich eben auch ziemlich schnell.
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Können ätherische Öle Schädlinge fernhalten?
Und genau hier liegt das Problem. Wenn die ätherischen Öle noch sehr frisch zum Beispiel auf ein Wattepad getröpfelt werden, können sie vielleicht aufgrund des starken Dufts Schädlinge für einen Moment fernhalten. Wenn das Öl allerdings getrocknet ist, was eben leider sehr schnell passieren kann, ist der Abschreckungsfaktor für Ungeziefer in deinem Garten gleich bei Null.

Dazu kommt, dass die ätherischen Öle nicht an die Umweltbedingungen in deinem Garten angepasst sind – und sich diesen auch nicht anpassen können, wie es allerdings bei vielen Pestiziden der Fall ist. So baut sich ätherisches Öl bei Licht, Hitze oder Feuchtigkeit schnell biologisch ab – und verpufft in der Luft. Und ganz ehrlich: Billig sind die ätherischen Öle auch nicht gerade und eigentlich doch auch viel zu schade, um sie nur zu nutzen, um Schädlinge zu bekämpfen.
Noch dazu kommt, dass Haustiere wie Hunde und Katzen oftmals nicht mit dem starken Geruch von ätherischen Ölen klarkommen. Sie haben superempfindliche Nasen und könnten vielleicht aufgrund des starken Dufts gesundheitliche Probleme bekommen.

Unsere Autorin Anika ist Expertin, wenn es darum geht, die neusten Interior-, Putz- und Living-Trends von TikTok, Instagram und Co. in ihren eigenen vier Wänden umzusetzen. Diese Tricks und Tipps gibt sie auf wmn und auch im echten Leben mit viel Liebe zum Detail weiter.
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