Donald Trump polarisiert die Welt und die Sozialen Medien mal wieder. Dieses Mal aber nicht durch ein Staatsgespräch. Stattdessen geht es um den Amtssitz des US-Präsidenten. Denn dieser soll umgebaut werden – und Donald Trump reißt dafür ganze Teile des historischen Gebäudes ab. Was steckt dahinter und welche Pläne verfolgt Trump? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.
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Donald Trump reißt Ostflügel des Weißen Hauses ab… doch warum?
Abrissbagger sieht man an der 1600 Pennsylvania Avenue in Washington mehr als selten. Denn hier steht das Weiße Haus und damit der Amtssitz des momentan amtierenden US-Präsidenten Donald Trump. Satellitenbilder zeigen: Der komplette Ostflügel des Weißen Hauses wurde abgerissen und liegt nur noch in Schutt und Asche da, wie auch die Tagesschau berichtet.

Doch warum das Ganze? Dort, wo früher der Ostflügel des Weißen Hauses war, möchte Donald Trump einen pompösen Ballsaal errichten – für bis zu 1.000 Gäste auf mehr als 8.000 Quadratmetern. Das sind unglaubliche Dimensionen, handelt es sich hier doch um eine Fläche, die fast doppelt so groß wie das Weiße Haus selbst ist.
Historiker*innen, Denkmalschützer*innen und auch ganz Social Media schlägt nun Alarm: Denn auch wenn Vorgänger Trumps Veränderungen am Weißen Haus vornahmen, sprengen die Pläne des US-Präsidenten alle bisher dagewesenen Umbaupläne. Denn: Der Fassadenabriss sei destruktiv und respektlos, so TV-Kommentator*innen in den USA.

Donald Trumps pompöser Ballsaal: So luxuriös ist das Projekt wirklich
Das „Projekt Ballsaal“ soll zunächst mit 250 Millionen US-Dollar finanziert werden – wer der Gönner oder die Gönnerin dafür ist, hat Trump bisher nicht verraten. Es soll sich aber um das Geld „von großzügigen Patrioten“, amerikanischen Unternehmen und Summen aus seiner eigenen Tasche handeln, so auch die Tagesschau. Einem Bericht der taz zufolge soll es sich hier um Freund*innen des Trumps aus großen Firmen wie Amazon, Meta, Google, Microsoft und Palantir, Apple, sowie dem Rüstungskonzern Lockheed Martin handeln.
Der Ballsaal im klassizistischen Stil soll nicht nur überdimensional groß sein, er soll auch mit so viel Gold und so viel Marmor wie möglich daherkommen. Und genau hier sehen viele Menschen ein schon häufig dokumentiertes Problem des US-Präsidenten: „Er nutzt die öffentliche Architektur, um physisch zu demonstrieren, dass er die Regeln und Institutionen Amerikas auf seine ganz eigene Weise dominieren will. Solches Verhalten passt zur Großmannssucht eines Autokraten“, so t-online.

Trump selbst sieht es nicht als Problem, das Weiße Haus, welches für die Geschichte Amerikas steht und eigentlich ein Allgemeingut sein sollte, so drastisch umzubauen. Laut seinen eigenen Aussagen handelt es sich hierbei lediglich um „überfällige Modernisierung und notwendige Repräsentation“.
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Nicht nur der Ostflügel: Diesen Teil des Weißen Hauses zerstörte Trump ebenfalls
Allerdings musste nicht nur der von Theodore Roosevelt errichtete Ostflügel für Donald Trumps Ballsaal weichen. Auch der Jacqueline-Kennedy-Garten wurde zerstört, so der Spiegel. Die umliegenden Rasenflächen des Ostflügels, wo sich dieser besondere Garten befand, wurden ebenfalls während der Abrissarbeiten entfernt.
Der Garten wurde im Jahr 1965 von First Lady Ladybird Johnson zu Ehren von Jacqueline Kennedy nach ihr benannt. Die erste Anlage entstand im Jahr 1913 unter First Lady Ellen Axson Wilson. In den 1990er-Jahren nutzte Hillary Clinton den Garten für die Präsentation von zeitgenössischen Skulpturen.

Unsere Autorin Anika ist Expertin, wenn es darum geht, die neusten Interior-, Putz- und Living-Trends von TikTok, Instagram und Co. in ihren eigenen vier Wänden umzusetzen. Diese Tricks und Tipps gibt sie auf wmn und auch im echten Leben mit viel Liebe zum Detail weiter.

