Schaut man sich auf Social Media um, wird klar: Die Liebe für Gegenstände von Oma und für die Vintage-Einrichtung unserer Großeltern ist größer denn je. Retro- und Vintage-Interior scheinen eine regelrechte Renaissance zu feiern. Aber auch die Hobbys unserer Oma rund um Häkeln, Stricken und Co. erlangen immer mehr Beliebtheit. Doch woran liegt das? Dahinter steckt tatsächlich ein psychologischer Grund. Wir haben uns für dich schlaugemacht.
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Omas Einrichtung: Warum ist vor allem die Gen Z verrückt danach?
Cottagecore, Coastal Grandmother oder Granny Style… All das sind Ästhetiken und Trends, die bei der Gen Z regelrecht durch die Decke gehen. Im Fokus all dieser Styles steht die Frau der Stunde – die Oma. Natürlich hat die Hinkehr zu diesen Einrichtungsstilen und den Hobbys etwas mit Nostalgie und Melancholie zu tun. Psycholog*innen wissen aber: Es steckt noch viel mehr dahinter.

Denn Firmen und Marketing-Strategien nutzen immer mehr die Strategie des „Nostalgie Marketings“. Laut einer Amazon Ads-Website steckt dahinter „eine Marketingstrategie, die sich die Kraft der Nostalgie, der emotionalen Bindung und des Gefühls der Geborgenheit zunutze macht, das durch Erinnerungen aus der Vergangenheit entsteht, um Verbraucher zu erreichen.“
Dr. Alfonso Ferguson, ein liszenierter Mental Health-Berater verrät in diesem Zusammenhang gegenüber House Beautiful, dass diese Marketing-Stratgie, übertragen auf die Psychologie, mit Nostalgie als emotionaler Regulations-Strategie spielt: „In Zeiten der Unsicherheit oder des schnellen Wandels fühlen sich die Menschen zu vertrauten, tröstenden Symbolen hingezogen, sei es die Wärme einer gehäkelten Decke, der Duft von gebackenem Brot oder das langsame Ritual eines Sonntagsessens.“
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Darum fühlen wir uns 2025 so zu Omas Hobbys und ihrer Einrichtung hingezogen
Durch das Interesse an typischen „Oma-Aktivitäten“ kreieren wir sozusagen eine Art von Sicherheit, Stabilität und eine Verbindung zur Tradition. Doch warum scheint gerade jetzt die gesamte Welt von Oma-Ästhetiken überzeugt zu sein?
Ganz einfach: Weil die Welt unstabiler und hektischer denn je ist. Schaut man sich die politischen Entwicklungen, die Schnelligkeit von Social Media, den Klimawandel und die Verbrechen an, über die täglich in den Nachrichten berichtet wird, kann man ja gar nicht anders, als sich in die „gute, alte Vergangenheit“ und in die Wärme von Omas Armen zu flüchten – wenn auch nur metaphorisch durch das Interesse an ihrer Einrichtung oder ihren Hobbys.
Die Hinwendung zu „Oma-Aktivitäten“ zeigt, dass sich vor allem die Gen Z nach einer einfacheren Zeit sehnt, in welchen das Smartphone nicht ununterbrochen geklingelt hat und der Kalender auch mal frei war. Diese Generation sehnt sich nach Ritualen, um sie zu ankern und einer Leichtigkeit, die viele vergessen oder so noch nie erlebt haben.

Unsere Autorin Anika ist Expertin, wenn es darum geht, die neusten Interior-, Putz- und Living-Trends von TikTok, Instagram und Co. in ihren eigenen vier Wänden umzusetzen. Diese Tricks und Tipps gibt sie auf wmn und auch im echten Leben mit viel Liebe zum Detail weiter.
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