Spätestens seit Anfang des Jahres ist klar: Minimalismus ist out! Stattdessen wollen wir jetzt ein persönliches und individuelles Interior, welches Hand in Hand mit der Idee des Maximalismus und der Prämisse „mehr ist mehr“ geht. Doch wer denkt, dass Maximalismus aufgrund der Menge an Deko-Stücken mit Unordnung gleichzusetzen ist, der täuscht sich. Wir haben uns angeschaut, was es mit dem Wohntrend „Tidy Maximalism“ auf sich hat und warum genau dieser Stil perfekt für Menschen ist, die eine aufgeräumte, aber maximalistisch eingerichtete Wohnung lieben.
Leseempfehlung: Maximalismus-Alarm: Würdest du dich an diese extreme Küchenfarbe trauen?
Alles zum Thema „Wohntrend“:
Was ist „Tidy Maximalism“?
Zu Deutsch kann man den Wohntrend rund um den „Tidy Maximalism“ mit „aufgeräumtem Maximalismus“ übersetzen. Hierbei geht es also um das Layering von Farben, Texturen, Mustern und persönlichen Artefakten in Verbindung mit der disziplinarischer Organisation und Intentionalität.
Der Wohntrend „Tidy Maximalism“ ist also schon im Herzen Maximalismus – aber eben auf eine verfeinerte Art und Weise. Genauso wie im Minimalismus hat hier jedes maximalistische Objekt seine Bedeutung. Diese werden bewusst arrangiert, um Harmonie und Flow im eigenen Zuhause zu erzeugen.

„Tidy Maximalism“ ist für diejenigen, die verstanden haben, dass Schönheit eine Art Disziplin braucht und dass zu viele Dinge ohne eine gewisse Ordnung einfach nur „Krach machen“. Es geht also nicht darum, alles, was du liebst, einfach ohne Sinn und Verstand in einen Raum zu werfen, sondern darum, es zu kuratieren und diesen Dingen eine Bedeutung zu geben und diese in einer harmonischen Art und Weise zu kombinieren.
3 Wege, um den „Tidy Maximalism“-Wohntrend in dein Zuhause zu holen
1. Sorge für starke Fokuspunkte
Um dem Raum eine Art Anker zu geben, solltest du erst einmal einen Fokuspunkt suchen, der beim Betreten des Zimmers sofort ein Eyecatcher ist. Das könnte zum Beispiel ein Oversized Kunstwerk sein, eine dramatische Akzent-Wand oder ein mutiges Möbelstück, wie ein gemustertes Sofa.
Der Schlüssel liegt darin, sicherzustellen, dass dieser Fokuspunkt substanziell genug ist, um alle umgebenden Schichten und Muster zu erden. Wenn du eine klare visuelle Hierarchie mit einem dominanten Element etablierst, kann alles andere im Raum eine unterstützende Rolle spielen und verhindern, dass der Raum chaotisch wirkt.
– Interior-Designer Olga Naiman via livingetc.
2. Integriere Farben
Was darf beim Maximalismus-Interior-Stil nicht fehlen? Richtig: die Farben! Allerdings unterscheidet die Farbwahl den „Tidy Maximalism“ von überforderndem Chaos. Wähle hier eine Foundation-Palette bestehend aus 3-4 Farben, welche immer wieder im Zimmer in unterschiedlichen Intensitäten und Texturen auftauchen werden. So sorgst du für eine gewisse Einheitlichkeit, frönst aber trotzdem dem colorful Maximalism.

3. Keine Angst vor Negative Space!
Maximalismus bedeutet nicht, dass jede kleine Ecke deines Zuhauses mit irgendeinem Deko-Stück gefüllt sein muss. Im Gegenteil: Die Geheimwaffe für den perfekten „Tidy Maximalism“-Stil ist negativer Raum – also Orte in deinem Zuhause, wo einfach mal nichts steht, hängt oder liegt.
Durch diesen Negative Space sorgst du dafür, dass das maximalistische Interior nicht zu viel wird und dich eines Tages überfordern würde. Erlaube jedem Zimmer auch ein wenig Luft zum Atmen und arrangiere deine Interior-Pieces einfach um diesen Negative Space, damit das schweifende Auge auch einmal zur Ruhe kommen kann. Auf diese Weise kann man die anderen, maximalistischen Deko-Stücke auch viel mehr wertschätzen, weil sie so besser zur Geltung kommen werden.

Unsere Autorin Anika ist Expertin, wenn es darum geht, die neusten Interior-, Putz- und Living-Trends von TikTok, Instagram und Co. in ihren eigenen vier Wänden umzusetzen. Diese Tricks und Tipps gibt sie auf wmn und auch im echten Leben mit viel Liebe zum Detail weiter.

