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Deine Oma hat noch alte Landkarten? An 7 Merkmalen erkennst du, ob sie ein Vermögen wert sind

Deine Oma hat noch alte Landkarten aus dem Urlaub? Wenn die Wegweiser diese Merkmale aufweisen, ist sie eine reiche Frau.

Alte Landkarte
© ArtHouse Studio/Pexel/via Canva

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Die Geschichte kennt man aus Abenteuerromanen: Eine alte Karte führt zum Goldschatz. In Wirklichkeit aber liegt der Schatz oft schon im Papier selbst – in Form historischer Landkarten. Sammler*innen zahlen dafür mitunter fünfstellige Beträge. Manche Exemplare sind so begehrt, dass sie es mit den Preisen bedeutender Gemälde aufnehmen können. Wer also im Urlaub auf einem Flohmarkt stöbert oder beim Aufräumen im Familienarchiv auf vergilbte Atlanten stößt, sollte genauer hinschauen. Doch woran erkennt man, ob ein alter Atlas oder eine Landkarte aus Omas Schublade ein Vermögen wert ist?

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Der Schatz im Papier: Warum alte Karten so wertvoll sind

„Alte Landkarten verbinden auf wunderbare Weise Wissenschaft, Technik, Kunst und Geschichte“, sagt Hans-Eberhard Peters, Sammler aus Rheinbach gegenüber der Welt. Sie dokumentieren Entdeckungen, Eroberungen und längst vergangene Welten. Genau dieser historische Wert macht sie zu gefragten Sammelobjekten.

Landkarte
Der Wert einer alten Landkarte hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Alter, Seltenheit, Zustand, künstlerische Qualität, historischer Wert und die Nachfrage von Sammlern*innen. Credit: Gabriella Csapo/via Canva

Schon in den 1960er-Jahren schossen die Preise für historische Karten in die Höhe, und die Nachfrage wächst weiter. Bis zu 65.000 Euro zahlen Liebhaber*innen – etwa für die lateinische Ausgabe des „Theatrum Orbis Terrarum“ von 1603, einen Atlas mit 156 Kupferkarten. Aber auch Einzelstücke wie eine niederländische Portulankarte von Südostasien aus dem 17. Jahrhundert erzielten zuletzt 18.000 Euro, erklärt er weiter.

Doch hast du so ein Schmuckstück zu Hause? Um den Wert bestimmen zu können, solltest du dir folgende Merkmale ansehen. Um den genauen Wert bestimmen zu lassen, solltest du jedoch unbedingt einen Experten oder eine Expertin zu Rate ziehen.

7 Merkmale, die auf Wert hinweisen

1. Alter und Epoche

Karten aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind besonders begehrt. Werke zwischen 1500 und 1800 gelten als wertstabil, während Karten vor 1500 extrem selten und entsprechend teuer sind.

2. Original statt Reproduktion

Originale wurden direkt von Holz- oder Kupferplatten abgezogen. Reproduktionen dagegen sind meist fotografische Nachdrucke, oft kleiner oder auf modernem Papier. Vorsicht vor britischen Pergament-Nachdrucken – sie wirken alt, sind aber wertlos.

3. Erhaltungszustand

Flecken, Risse oder Ausbesserungen mindern den Wert erheblich. Gut erhaltene Karten erzielen ein Vielfaches, selbst wenn sie inhaltlich identisch mit beschädigten Exemplaren sind.

Landkarte
Besonders begehrt sind Landkarten aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die hohe Preise erzielen können. Credit: Gabriella Csapo/via Canva

4. Herkunft und Kartograf

Besonders niederländische Karten des 17. Jahrhunderts sind gefragt – die Niederländer waren führend in der Kartografie, erklärt Hans-Georg Breiding, Experte für historische Karten und Herausgeber des Internetportals Sammeln-Sammler.de. Werke berühmter Verlage wie Homann oder Atlanten von Ortelius steigern den Wert zusätzlich.

5. Seltenheit

Je seltener eine Karte, desto höher ihr Preis. Atlanten wie der „Atlas geographicus major“ aus dem Homann-Verlag oder frühe Gesamtdarstellungen der Welt sind gefragte Raritäten.

6. Regionale Besonderheit

Wer gezielt Karten von Regionen sammelt, die weniger im Fokus stehen, kann Glück haben. Beispiel: Italienische Karten sind in Spanien oft günstiger zu finden – und umgekehrt.

7. Provenienz

Ein dokumentierter Vorbesitz (etwa aus einer bekannten Sammlung) kann den Wert erheblich steigern.

Landkarte
ereits in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts schossen die Preise in die Höhe, der Anstieg ist bis heute ungebrochen. Credit: Gabriella Csapo/via Canva

Übrigens: Nicht nur Landkarten, sondern auch Atlanten und alte Stadtansichten können von hohem Wert sein.

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Wo man Schätze findet – und wo Vorsicht geboten ist

Schnäppchen sind vor allem in Antiquariaten, Flohmärkten oder im Ausland möglich. Doch Vorsicht: Gerade im Internet wimmelt es von Fälschungen. Wer sichergehen will, sollte auf Auktionen spezialisierter Häuser setzen. Dort gibt es Echtheitsgarantien – allerdings zu hohen Einstiegspreisen.

Für historische Landkarten wird viel Geld gezahlt

Alte Landkarten sind weit mehr als dekorative Wandbilder: Sie sind Zeugnisse der Weltgeschichte – und oft echte Wertanlagen. Wer also bei Oma im Keller auf vergilbte Atlanten stößt, sollte genauer hinsehen. Vielleicht liegt der Schatz nicht vergraben – sondern längst in der eigenen Familie.

Quelle: Welt.de

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