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Kurios: Dieses englische Dorf hütet seit 500 Jahren ein Geheimnis – und niemand darf es berühren

Mitten in Devon, im Südwesten Englands, darf seit 500 Jahren ein Gegenstand nicht entfernt werden. Die Geschichte.

Kurios: Dieses englische Dorf hütet seit 500 Jahren ein Geheimnis – und niemand darf es berühren.
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Die Grafschaft Devon im Südwesten Englands gilt als eine der reizvollsten Regionen Großbritanniens. Malerische Fischerdörfer, raue Küstenabschnitte, sanfte Hügel und historische Städte ziehen jedes Jahr Millionen Besucher*innen an. Neben der Natur und Kulinarik – etwa den berühmten Devon Cream Teas – lockt die Region auch mit ihrer langen Geschichte. Alte Herrenhäuser, Kirchen und Bauernhöfe sind hier ebenso zu finden wie verborgene Bräuche, die bis in die frühe Neuzeit zurückreichen. Einer dieser Bräuche ist der Grund, warum ein Schuh seit vielen Jahren nicht bewegt werden darf. Die Geschichte.

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In England: Ein Schuh als Bann gegen das Böse

In einem rund 500 Jahre alten Bauernhaus in Süd-Devon befindet sich ein außergewöhnlicher Fund: ein kleiner schwarzer Schuh, der im Kamin verborgen liegt. Laut einem Bericht von SomersetLive ist dieser Schuh nicht nur ein Relikt, sondern Teil einer Regel: Er darf das Haus nicht verlassen. Doch warum nicht?

In dem Bauernhaus in Süd-Devon steht im Kamin ein kleiner schwarzer Schuh, der nicht entfernt werden darf.
In dem Bauernhaus in Süd-Devon steht im Kamin ein kleiner schwarzer Schuh, der nicht entfernt werden darf. Credit: Hello Aestha/Pexel/via Canva

Historisch gesehen wurden solche „versteckten Schuhe“ in Schornsteinen oder Mauern platziert, um böse Geister oder Hexen am Eindringen zu hindern. Man glaubte, dass dunkle Mächte den Schuh für die Person selbst hielten und so in ihm gefangen würden. In den Eigentumsunterlagen des Hauses ist festgelegt, dass der Schuh an Ort und Stelle bleiben muss – ein Stück Aberglaube, das über die Jahrhunderte erhalten blieb.

Ein Brauch mit europäischem Hintergrund

Funde dieser Art gibt es nicht nur in Devon, sondern in ganz Europa. Besonders häufig tauchten Schuhe in Schornsteinen, unter Fußböden oder in Dachbalken auf. Es wird davon ausgegangen, dass der älteste jemals versteckte Schuh hinter den Chorständen der Kathedrale von Winchester gefunden wurde, die im Jahr 1308 installiert wurden, berichtet SomersetLive. Die Schuhe reichen von getragen bis unberührt, von Erwachsenen bis Kleinkindern, sind aber fast alle aus schwarzem Leder gefertigt.

Die Schuhe sollten das "Böse" fernhalten.
Die Schuhe sollten das „Böse“ fernhalten. Credit: Getty Images/Gudella/via Canva

In einem BBC-Bericht heißt es laut Ceri Houlbrook, einem Historiker der Universität Hertfordshire: „Die Theorie besagt, dass die böse Macht glaubt, der Schuh sei die Person, stattdessen den Schuh angreift und darin gefangen wird. „Es gibt möglicherweise Tausende von Häusern aus der Zeit vor dem 20. Jahrhundert, in denen versteckte Schuhe liegen.“

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Kurz & knapp: Die wichtigsten Fakten

  • Devon: beliebte Ferienregion im Südwesten Englands, bekannt für Küsten, idyllischen Fischerdörfer und traumhafte Landschaft.
  • In Süd-Devon wurde in einem 500 Jahre alten Bauernhaus ein kleiner Schuh im Kamin entdeckt.
  • Der Schuh darf laut Hausdokumenten nicht entfernt werden.
  • Hintergrund: Tradition der „versteckten Schuhe“, gedacht als Bann gegen Geister und Hexen.
  • Ähnliche Funde in vielen Teilen Europas, ältester Beleg in Winchester (um 1308).

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