Haworth in West Yorkshire ist ein Name, der eng mit der englischen Literaturgeschichte verbunden ist, denn hier lebten und arbeiteten die berühmten Brontë-Schwestern Charlotte, Emily und Anne, deren Romane bis heute Millionen Leserinnen und Leser in Großbritannien begeistern. Doch für wen lohnt sich ein Besuch des Dorfes? wmn stellt den idyllischen Ort vor.
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Großbritannien: Das Dorf Haworth in England
Haworth hat sich seine historische Struktur bis heute bewahrt. Wer durch die kopfsteingepflasterte Hauptstraße schlendert, kann den Geist des 19. Jahrhunderts noch immer spüren. Besonders sehenswert ist das ikonische Pfarrhaus, das einst als Wohnsitz der bekannten Brontë-Schwestern diente. Im Jahr 1820 zog Pfarrer Patrick Brontë mit seiner Familie hier ein. Er unterrichtete seine Töchter, die bereits in jungen Jahren mit dem Schreiben begannen und später ihre bedeutendsten Romane in diesem Haus verfassten.

Emily Brontë, die mittlere der Schwestern und Autorin des weltberühmten Romans Wuthering Heights (Sturmhöhe), lebte in dem Haus bis zu ihrem Tod. Heute ist es ein Museum, das zahlreiche Exponate zeigt: wie Charlottes Mahagonischreibtisch, die weltweit größte Sammlung von Werken der Brontës, darunter Manuskripte, Briefe und persönliche Dokumente.
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Ihre Bücher veröffentlichten sie unter männlichen Pseudonymen
Charlotte, Emily und Anne Brontë gehörten zu den bekanntesten Schriftsteller*innen und Dichter*innen Großbritanniens. Und dennoch verbargen sie lange Zeit ein Geheimnis: Ihre heute als literarische Meisterwerke geltenden Werke veröffentlichten sie zunächst unter männlichen Pseudonymen. Denn es war für Frauen im 19. Jahrhundert weder üblich noch gesellschaftlich akzeptiert, Bücher zu veröffentlichen.

Zu Ehren der berühmten Schwestern wird daher heute die gesamte Region als „Brontë Country” bezeichnet und zieht zahlreiche Besucher*innen aus aller Welt an. Ein Höhepunkt für Literaturfans ist der sogenannte Brontë Way:
Der 69 Kilometer lange Wanderweg beginnt am Herrenhaus Oakwell Hall in Birstall, das in Charlotte Brontës Roman „Shirley” als „Fieldhead” verewigt wurde. Er führt durch die South Pennines bis zur Gawthorpe Hall in Padiham, die einst einer mit den Brontës befreundeten Familie gehörte.

Ebenfalls auf dem Weg liegt im Hochmoor die Ruine des Farmhauses „Top Withens“, das wohl als Vorbild für das erdachte Anwesen Wuthering Heights diente.
Traumhafte Natur und Moorlandschaften
Die umliegenden Moore spielen eine wichtige Rolle in den Werken der Brontës. Wanderungen zu Orten wie Top Withins – einer Ruine, die als Inspiration für „Wuthering Heights“ gilt – sind ein Muss. Im Nebel oder Wind begreift man sofort, wie stark die Landschaft die Schriftstellerinnen geprägt hat.

Das perfekte Reiseziel für den Herbst
Im Herbst wirken die Moorlandschaften besonders dramatisch. Nebelschwaden, verfärbte Gräser und der Wind über den Hügeln schaffen eine Atmosphäre, die direkt aus einem Roman stammen könnte. Für Literatur- und Naturfreunde ist Haworth in dieser Jahreszeit ein unvergessliches Erlebnis. Sollte das Wetter nicht mitspielen, kannst du in einem der gemütlichen Pubs, Teestuben oder kleinen Läden einkehren.
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