Auf der grünen Insel Korfu, im malerischen Dorf Gastouri, erhebt sich das sogenannte Achilleion – ein Palast mit spannender Historie. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts von niemand anderem als der österreichischen Kaiserin Elisabeth, auch Sisi genannt, errichtet. Doch warum wählte sie ausgerechnet Griechenland? Alle spannenden Fakten.
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Die Insel Korfu in Griechenland
Nach dem tragischen Tod ihres Sohnes, Kronprinz Rudolf, im Jahr 1889 suchte Kaiserin Sisi einen Ort, an dem sie ihre Trauer verarbeiten konnte. Der österreichische Konsul auf Korfu, Alexander von Warsberg, zeigte ihr das Anwesen „Villa Vraila“ in Gastouri. Beeindruckt von der Lage und der Aussicht auf das Ionische Meer entschloss sich Sisi, dort einen Palast errichten zu lassen.

Von 1890 bis 1892 wurde das Achilleion unter der Leitung des italienischen Architekten Raffaele Caritto erbaut. Der Name „Achilleion“ leitet sich von Achilles, dem griechischen Helden, ab – ein Symbol für die Stärke und Tragik, die Sisi bewunderte.
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Architektur und Kunstwerke
Das Achilleion wurde im Stil eines antiken griechischen Palastes erbaut. Die Innenräume sind im pompejanischen Stil gehalten, was für damalige Verhältnisse als unbequem galt. Lediglich die für Kaiser Franz Joseph vorgesehenen Räume wurden mit modernen Möbeln ausgestattet.
Im Garten des Palastes stehen zwei monumentale Statuen: der „Sterbende Achill“ von Ernst Herter und der „Siegreiche Achill“ von Johannes Götz, die die Heldenverehrung der Kaiserin widerspiegeln.

Sisis Leben auf Korfu
Während ihrer Aufenthalte im Achilleion empfing Kaiserin Elisabeth dort ihre griechischen Vorleser*innen und Freund*innen. Sie zeigte ihnen stolz die Räumlichkeiten und den Park. Trotz ihrer Begeisterung für Korfu und das Achilleion zog sie nach einigen Jahren wieder zurück.
In einem Brief an ihren Vorleser Marinos Marinakis äußerte sie, dass ihr das Klima auf Korfu nicht mehr zusage und sie den Bau des Palastes bereue. Ihre Kinder Gisela und Marie-Valerie besuchten das Achilleion nur einmal, und Kaiser Franz Joseph kam nie dorthin.

Vom Habsburgerpalast zum diplomatischen Zentrum
Nach dem Tod der Kaiserin 1898 erbten ihre Töchter das Achilleion. Im Jahr 1907 erwarb Kaiser Wilhelm II. von Deutschland den Palast und nutzte ihn als Sommerresidenz. Während seiner Aufenthalte wurde das Achilleion zu einem Zentrum europäischer Diplomatie.
Der Botaniker Carl Ludwig Sprenger wurde beauftragt, den Garten zu gestalten, und Wilhelm II. zeigte großes Interesse an der Pflanzenwelt des Palastes. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Achilleion von der französischen und serbischen Armee als Lazarett genutzt. Später diente es unter anderem als Spielcasino und Kindergarten. Heute ist es ein Museum und eine der Hauptsehenswürdigkeiten Korfus.
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Besuch des Achilleion heute
Das Achilleion liegt rund sieben Kilometer südlich von Korfu-Stadt im Dorf Gastouri und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Insel und das Ionische Meer. Der Palast ist von einem weitläufigen Garten umgeben, der mit antiken Statuen und Skulpturen geschmückt ist. Besucher*innen können die prunkvollen Räume besichtigen und mehr über die Geschichte der Kaiserin und des Palastes erfahren. Der Eintritt kostet etwa 7 Euro, und es werden Führungen in mehreren Sprachen angeboten.
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