Wer durch die Altstadt der französischen Stadt Blois schlendert, kann ihn kaum übersehen: den sechsköpfigen Drachen, der in regelmäßigen Abständen aus den Fenstern eines prachtvollen Bürgerhauses hervorbricht. Fauchend und sich windend, blickt er über den Place du Château – direkt gegenüber des berühmten Königsschlosses. Das Gebäude ist kein gewöhnliches Museum, sondern das Maison de la Magie, das Haus der Magie. wmn stellt den zauberhaften Ort vor.
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Frankreich war die Heimat des Zauberers Robert-Houdin
Dass dieses Museum ausgerechnet in Blois steht, ist kein Zufall. Hier wurde 1805 Jean-Eugène Robert-Houdin geboren – Uhrmacher, Erfinder und einer der größten Magier der Geschichte. Er gilt als Vater der modernen Zauberkunst und inspirierte später Harry Houdini, der sich sogar nach ihm benannte. Das Maison de la Magie ehrt sein Erbe auf über 2.000 Quadratmetern und fünf spektakulären Etagen.

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Der Drache als Wahrzeichen
Der goldene Drache ist zweifellos das Highlight. Alle 30 Minuten beginnt vor der Fassade des Museums ein Schauspiel: Sechs goldene Drachenköpfe brechen synchron aus den Fenstern hervor, als würde ein magisches Wesen im Inneren erwachen. Da wundert es nicht, dass die „Hydra“ längst zum Wahrzeichen der Stadt Blois geworden ist.
Und wie sieht es im Inneren aus? Hier erwartet Besucher*innen eine Welt aus Spiegeln, Mechanik und Mysterien. Der Rundgang startet in einem Saal, der an einen griechischen Tempel erinnert. Dort erzählen von Georges Proust entworfene Automaten die Entwicklung der Zauberkunst – von antiken Tricks bis zu modernen Illusionen.

Weiter geht es in den Saal der optischen Täuschungen, wo verzerrte Perspektiven und magische Spiegel zum spielerischen Experimentieren einladen. In einem anderen Bereich widmet sich eine ganze Etage dem legendären Harry Houdini, dem „König der Entfesselung“, der mit seinen spektakulären Inszenierungen Tausende von Zuschauer*innen ins Staunen versetzte.
Doch am beliebtesten ist der Robert-Houdin-Saal. Dort steht der berühmte Bronzeautomat La Serinette aus dem Jahr 1843. Daneben eine originalgetreue Nachbildung der Werkstatt des Zauberers, in der feinste Uhrwerke und verborgene Mechanismen zeigen, wie eng Handwerk und Magie einst verbunden waren.
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Insgesamt 700 Objekte und Werke befinden sich in dem Museum
Das Maison de la Magie beherbergt über 700 Objekte und Werke, darunter 170 Originalstücke aus dem Besitz der Familie Robert-Houdin – eine Sammlung, die der Enkel des Meisters einst der Stadt Blois schenkte.

Übrigens: Es gibt auch Live-Shows! Im Foyer Méliès können Besucher*innen eine kleine Vorstellung erleben, die als Vorgeschmack auf die große Show im dafür vorgesehenen Raum dient. Diese Mini-Show wird während der gesamten Saison drei- bis viermal täglich aufgeführt.

