Urlaub ist heute für viele selbstverständlich – Reisen in ferne Länder, Städtereisen, Kreuzfahrten oder Wellnessurlaube gehören für zahlreiche Menschen zum Alltag. Doch wie sah Urlaub eigentlich früher aus, zu Zeiten unserer Oma? Wir stellen 5 Urlaubsformen vor, die ein Comeback feiern sollten.
Disclaimer: Viele Großeltern konnten aus politischen oder finanziellen Gründen nur eingeschränkt reisen. Die Art, wie wir heute verreisen, war für sie unvorstellbar. Dennoch können wir viel von ihren Urlaubsformen lernen: Anstatt die nächste Fernreise zu planen, lohnt es sich, wieder Reiseziele in der Nähe zu entdecken. Und anstatt jeden Moment digital festzuhalten, sollten wir uns vielleicht wieder mehr auf das Hier und Jetzt konzentrieren? Zeit, einen Blick auf Omas Urlaubsformen zu werfen und uns inspirieren zu lassen.
Leseempfehlung: Deine Oma hat noch alte Koffer? An 4 Merkmalen erkennst du, ob sie ein Vermögen wert sind
Alles zum Thema „Urlaub“
Wie machte Oma Urlaub?
1. Kur- und Gesundheitsreisen
Eine der wohl typischsten Formen des Urlaubs früherer Generationen waren Kur- und Gesundheitsreisen. Besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren Kurbäder und Heilorte beliebt. Familien und Einzelpersonen fuhren für einige Wochen „auf Kur“ an die Nord- oder Ostsee, in die Alpen oder zu Thermalbädern. Hier ging es nicht nur um Erholung, sondern auch um Prävention und Behandlung gesundheitlicher Beschwerden. Diese Reisen waren gut organisiert, häufig mit Unterbringung in Hotels oder Pensionen, und oft mit festen Mahlzeiten und Programmen verbunden.

Was wir lernen können: Auch heute lohnt es sich, Urlaub bewusst zur Regeneration zu nutzen und auf Körper und Geist zu achten – nicht nur für Social Media & Co.
2. Ferienlager und Jugendherbergen
Für Kinder und Jugendliche gehörten Ferienlager und Jugendherbergen zu den klassischen Urlaubsformen. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg boten solche Einrichtungen erschwingliche Möglichkeiten für Familien mit begrenztem Budget. In den Ferienlagern wurden Freizeitaktivitäten, Spiele und Ausflüge organisiert, und junge Menschen lernten oft Gleichaltrige aus anderen Regionen kennen. Jugendherbergen boten zudem preiswerte Unterkünfte für Schüler*innen, Student*innen oder Familien und ermöglichten Reisen innerhalb des Landes ohne großen finanziellen Aufwand.

Was wir lernen können: Soziale Kontakte und gemeinsame Erlebnisse sind wertvoller als teure Hotels oder Luxusangebote.
3. Strand- und Badeurlaub
Ab den 1950er-Jahren wurde der Strandurlaub zunehmend populär. Familien fuhren an die Nordsee oder Ostsee, aber auch an Seen innerhalb des Landes. Der Badeurlaub bot Erholung, frische Luft, Bewegung und gemeinschaftliche Aktivitäten wie Strandspiele oder Bootsfahrten. Meist wurden einfache Unterkünfte wie Ferienwohnungen, Pensionen oder kleine Hotels genutzt. Dieser Urlaubsstil war nicht luxuriös, aber erholsam und gesellschaftlich akzeptiert.

Was wir lernen können: Manchmal reicht die Natur selbst als Erholung. Kein Hightech, kein Luxus – nur frische Luft, Bewegung und Entspannung.
4. Ferien auf dem Land
Viele Großeltern verbrachten ihre Urlaube auf dem Land oder bei Verwandten. Diese ländlichen Ferien waren oft eine Mischung aus Entspannung und Mithilfe auf Bauernhöfen oder in kleinen Dorfgemeinschaften. Spaziergänge, Radtouren und das Leben in der Natur standen im Vordergrund. Besonders in Zeiten, in denen lange Reisen teuer oder logistisch schwierig waren, boten ländliche Urlaube eine kostengünstige Möglichkeit zur Erholung.
Was wir lernen können: Zeit im Grünen und aktive Erholung sorgen für innere Ruhe. So kann ein Urlaub in der Natur durch seine Einfachheit besonders erfüllend sein.

5. Autoreisen und Camping
Mit zunehmender Verbreitung des Autos in den 1950er- und 1960er-Jahren begannen Familien, Autoreisen in die Berge, an Seen oder an die Küste zu unternehmen. Campingplätze wurden populär: Familien zelteten am Seeufer oder in den Bergen und kochten selbst. Diese Form des Urlaubs kombinierte Abenteuer, Freiheit und Unabhängigkeit – und war gleichzeitig eine kostengünstige Alternative zu Hotels.
Was wir lernen können: Flexibilität, Unabhängigkeit und Abenteuerlust machen jeden Urlaub zu einer spannenden Erfahrung. Man muss nicht alles planen oder buchen, um sich zu erholen.
Du magst unsere Themen? Dann lies uns auch bei Google News.
Zurück zu den Basics
Der Urlaub unserer Oma war geprägt von Einfachheit, Gemeinschaft und Naturverbundenheit. Anders als heute stand weniger das Luxus- oder Entertainmentangebot im Vordergrund, sondern Erholung, Gesundheit und gemeinsame Zeit mit Familie und Freund*innen. Trotz der einfacheren Mittel und Möglichkeiten waren diese Urlaubsformen reich an Erfahrungen, die bis heute nostalgisch erinnert werden.
Die mit dem Einkaufswagen 🛒 gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Die Produkte werden nach dem besten Wissen unserer Autor:innen recherchiert und teilweise auch aus persönlicher Erfahrung empfohlen. Wenn Du auf so einen Affiliate-Link klickst und darüber etwas kaufst, erhält wmn eine kleine Provision von dem betreffenden Online-Shop. Für Dich als Nutzer:in verändert sich der Preis nicht, es entstehen hierdurch keine zusätzlichen Kosten. Die Einnahmen tragen dazu bei, Dir hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenlos anbieten zu können.

