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Nahe beliebtem Urlaubsgebiet: Seltenes Raubtier tappt in Wildkamera – der aktuelle Stand

Mitten in Deutschland wurde ein seltenes Raubtier gesichtet – und das nicht weit entfernt von einer beliebten Urlaubsregion. Die Fakten.

© Slobodan Botoski/500px/GettyImages

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Der Goldschakal sorgt weiterhin für Aufsehen. Auf der beliebten Nordseeinsel Sylt machte er bereits im Mai 2025 Schlagzeilen, als er dort Schafe und Lämmer riss. Im Juli wurde dann berichtet, dass ein Goldschakal im Landkreis Konstanz und im Schwarzwald-Baar-Kreis mit seinen Welpen beobachtet wurde. Nun hat eine Wildkamera einen der kleinen Räuber in dem Ort Sien aufgenommen, berichtet die Rhein-Zeitung. Erst vor wenigen Tagen tapste der Goldschakal ins Bild – und wirft die Frage auf, wo genau er gesehen wurde und welche Auswirkungen das für Urlauber*innen in Deutschland haben könnte.

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Goldschakal: Hier tauchte er in den letzten Jahren auf

Der Goldschakal stammt ursprünglich aus den südöstlichen Regionen Europas. Die erste Sichtung in Deutschland erfolgte laut der offiziellen Webseite des WWF vor fast 30 Jahren in der Niederlausitz. Seitdem tauchen die Tiere immer wieder auf Fotofallenaufnahmen auf oder werden Opfer des Straßenverkehrs.

In Deutschland wurde der erste Goldschakal 1997 in Brandenburg nachgewiesen.
In Deutschland wurde der erste Goldschakal 1997 in Brandenburg nachgewiesen. Credit: W. Wisniewski/GettyImages

Zahlreiche Funde bestätigen das: So sah man ihn beispielsweise 2012 im Bayerischen Wald, 2019 in Thüringen und 2024 mehrfach in Schleswig-Holstein. Inzwischen haben sich die Goldschakale auch bei uns vermehrt, wie mehrfach in Baden-Württemberg dokumentiert wurde. Sie sind also nicht mehr nur sporadisch in Deutschland unterwegs.

Jetzt wurde einer in Rheinland-Pfalz gesichtet

In Rheinland-Pfalz wurde der Goldschakal bisher nur selten nachgewiesen. Dennoch ist bekannt, dass sich die Population zunehmend nach Norden ausbreitet. Ob die Tiere dauerhaft in der Region bleiben oder nur durchziehen, ist noch unklar. Das aktuelle Bild einer Wildkamera stammt von dem Revierpächter Robert Winteroll und wird derzeit noch von der Koordinationsstelle für Luchs und Wolf (KLUWO) geprüft, berichtet die Rhein-Zeitung.

Er ist etwas größer als ein Fuchs, aber deutlich kleiner als ein Wolf, mit dem er dennoch oft verwechselt wird.
Er ist etwas größer als ein Fuchs, aber deutlich kleiner als ein Wolf, mit dem er dennoch oft verwechselt wird. Credit: Franz Schallmeiner/GettyImages

Die Expert*innen sind über den Fall informiert und bearbeiten ihn aktuell. Sollte es zu einem Riss kommen, kann KLUWO zeitnah Proben nehmen, um den Verursacher eindeutig zu identifizieren.

Ort befindet sich nahe dieses beliebten Urlaubsgebietes

Gesichtet wurde der Goldschakal in Sien, einem kleinen Ort in Rheinland-Pfalz, genauer im Landkreis Birkenfeld. Dabei handelt es sich um eine eher ländlich geprägte Region, eingebettet in sanfte Hügel, Waldgebiete und kleine Flusstäler. Nur ein paar Kilometer südlich beginnt der Naturpark Saar-Hunsrück, und Richtung Nordosten grenzt das Gebiet an den Pfälzerwald, der wiederum Teil des größten zusammenhängenden Waldgebietes Deutschlands ist – eine beliebte Region bei Wanderfans und Ruhesuchenden!

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Und wie gefährlich ist der Goldschakal nun?

Für den Menschen sind Schakale ungefährlich, heißt es auf der offiziellen Webseite von WWF. Dennoch sind sie anpassungsfähige Opportunisten, deren Tisch reich gedeckt ist. Sie ernähren sich von Eidechsen, kleinen Säugetieren wie Mäusen, Fröschen, bodenbrütenden Vögeln, Aas und Insekten. In seltenen Ausnahmen trauen Goldschakale sich auch an Schafe heran, sodass die Vorkommnisse auf Sylt demnach eher die Ausnahme sind.

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